Chitwan Nationalpark - die wilden Tiere
7.-10.Tag Chitwan
Schon am ersten Tag in Sauraha wurden wir mit einer morgendlichen
Überraschung begrüßt, gerade auf dem Weg zum Frühstück begegnete uns der
Hauselefant. Der Elefantenführer fragte uns, ob wir mit zur morgendlichen Badung kommen wollten, das wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Schnell die Schwimmsachen geholt und der Elefantging vor uns auf die Knie
aber selbst in disem Zustand ist er noch fast 2 m hoch, mit Hilfe eines Stuhles erklimmten wir den grauen Koloss. Dann ging es schwankend Richtung See, so richtig bequem ist es nicht aber es war ein Riesenspaß. Als besonders schwierig erwies sich dann das gemeinsam mit dem Elefanten ins Wasser gehen, aber wenn man sich auf seinen Rücken legte klappte es ganz gut.
Im Wasser gab es noch ein paar Showeinlagen, der Elefant bespritzt einem mit Wasser, rollt sich u.v.m.
Sauraha ist eine kleines Dorf direkt vor den Toren des Chitwan Nationalparks,
sehr touristisch ausgelegt, aber in 10 Minuten Fahrradumgebung kann man auch kleine traditionelle Dörfer anschauen.
Da wir uns mit einem jungen Hotelangestellten angefreundet haben, verabredeten wir uns zu einer Fahrradtour. Er zeigte uns die kleinen Dörfer der Tharu, ein alter Stamm der in dieser Region Nepals sesshaft ist. Wir fuhren in die nächst größere Stadt, in der er mir seinen besten Freund vorstellte, der am örtlichen College für Computer Science unterrichtet. Julia machte sich weiter auf den Weg zu den 20.000 Seen und ich schaute mir das „College“ an. Von der Einrichtung und den Räumen war es mehr als primitiv, aber die Fertigkeiten der Schüler konnten sich sehen lassen. Guter, sicherer Umgang mit Photoshop, Dreamweaver und allen Office Programmen. Aber wie es ja so oft an Lehrstätten ist, die wenigsten setzten ihr Wissen in die Praxis (eigene Webseiten) um.
Wir haben Email Adresse ausgetauscht, vielleicht kann man ja mal was ausprobieren mit den Jungs. Mein Begleiter bestand noch darauf mir sein Haus zu zeigen, vorher fuhr er noch etwa 3mal quer mit mir durchs Dorf, das auch ja jeder sehen kann, was für Besuch er hat. Das Haus, war ein großes Steinhaus inmitten eines großen Reisfeldes, in Europa eher unterer Standard, aber im Vergleich zu den Holzhütten wahrer Luxus. Irgendwann kam dann auch Julia und wir radelten gemeinsam im Dunklen zurück zum Hotel.
Am nächsten Tag stand eine Kanutour auf dem Programm, im Endeffekt hat man sich nur treiben lassen, die Stille genossen, den Dschungel beobachtet und die Krokodile beäugt. Danach ging es ins Elephant Breeding Centre, wo die Elefanten der Hotels geboren und geschult werden. Hier laufen auch viele kleine Elefanten Babys rum, die einen wegschupsen und auch ein „Baby“ hat schon einen enormen Umfang.
Der nächste Morgen begann schon sehr früh um kurz vor 6, denn wir hatten eine
Dschungel-Elefanten Ritt vor uns. Diesmal waren die Elefanten mit einem Holzgestell bestückt und je vier Leute konnten auf einen Elefanten steigen, jeder in eine Ecke des Gestells, so dass man Rücken an Rücken saß. Julia und ich saßen zum Glück vorne und dann ging das Geschaukel los
Der Dschungel war sehr dicht, feucht und überall bewegte sich etwas, doch hoch oben auf den Elefanten fühlt man sich recht sicher. Auf die Frage ob man auch zu Fuß durch den Dschungel gehen könnte, hieß es man braucht zwe Führer einer hinten einer vorn und die würden einem dann schon vor den Tigern schützen,
aber es sei „ a bit risk“. Vor den Elefanten hatten die Tiger wohl Respekt, dafür sahen wir einige Rhinozerosse, diverse Reharten, asiatische Wildschweine, viele Affen und Vögel. Der Dschungel Ritt war schon recht abenteuerlich, da die Elefanten auch nicht immer genau das machten was der Elefantenführer wollte und wir oft sehr nah an den Bäumen vorbeischrammten. Ein zurückgeschleuderter Strauch hat mich auch erwischt und von der Reaktion auf meiner Haut her muss es so etwas wie eine tropische Brenessel gewesen sein. Alles in Allem hatten wir eine sehr schoene Zeit in Chitwan.