Kathmandu

17-21. Kathmandu

 

Nach einer etwa 8 stündigen Busfahrt kamen wir wohlbehütet in Kathmandu an.

Wir wurden von den Hoteliers in Pokhara schon vorgewarnt, dass Kathmandu fast schon „indisch“ sei. Sie meinten damit, dreckig, laut viele Abzocker, Diebe, Verkäufer etc. Da wir wussten was auf uns zukommt waren wir fast positiv überrascht, naürlich wurden wir von Hotelvermittlern, Trekingtourverkäufern, Geigenspielern und Flötenverkäufern auf unserem Weg  belatschert, aber es hielt sich in Grenzen.

 

Wir machten uns gleich nach dem wir im Students Guest House eingecheckt waren auf den Weg. Mit einer Fahrradrikscha fuhren wir zu einer riesigen

Tempelanlage am Durba Square. Hier sind wieder allen möglichen Gottheiten Tempel gewidmet, doch wer denkt nur Götter die der weltlichen Welt schon entkommen sind werden verehrt, der irrt. Kumari ist eine lebende Göttin im Körper eines kleinen Mädchens, sie bleibt lebende Göttin bis zu ihrer ersten Periode, dann beginnt die Suche nach einem neuen Mädchen. Wir haben Sie nur auf Postkarten gesehen, da Sie gerade keine Lust hatte aus dem Fenster zu gucken.

 

Am Abend merkten wir langsam die Auswirkungen des Smogs, der die ganze Stadt überzieht, ein Reizhusten wird zur Gewohnheit und irgendwie muss man schneller atmen und wird schneller müde.

Kathmandu ist wirklich eine schöne Stadt, aber man muss wirklich regelmässig ins umliegende Tal um etwas frische Luft zu schnappen.

Das taten wir auch am nächsten Tag und fuhren raus nach Pashupatinat, eine weitere Tempelanlage, bei der man als Tourist wieder  tief in die Tasche greifen muss. Hier wohnten wir einer Verbrennung bei, wir sahen wie der Mann auf einer Trage hergebracht wurde, wie das Feuer rituell vorbereitet wird, wie der Körper mit Flusswasser gewaschen wird und dann entflammt wurde.

 

Das Obskure ist das gleichzeitig Kinder ins Wasser springen, neue todkranke Menschen ins benachbarte Sterbelager gebracht werden und weitere Tote aufgebahrt werden, es herrscht ein andauerndes Gewusel.

 

Unser nächster Aufenthalt war schon viel ruhiger, die  Boudha Stupa ist eine der heiligsten Stätten der Buddhisten. Die Buddhisten laufen alle um die riesige Stupa herum und drehen an den metallenen Gebetsrollen. Ein sehr besinnlicher und beruhigender Ort. 

 

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