Varanasi - Die heilgste Stadt Indiens

Wir kamen also recht früh in Varanasi an, ich hatte am Vorabend noch ein Zimmer mit meiner neuen indischen simkarte im Yogi Lodge Hotel in der Altstadt reserviert. Das Hotelpersonal empfahl mir, dass wir Sie am morgen, wenn wir in Varanasi ankommen anrufen und Sie uns ein Taxi vorbeischicken.Im Zug sprach uns noch eine Engländerin an, ob wir ein gutes Hotel wüssten, da das Yogi Lodge von allen Reiseführern hochgelobt wurde kam Sie mit uns im Schlepptau eine Südkoreanerin, die fast kein Englisch sprach.

Leider versagte mein Handy seinen Dienst und wir waren auf die Taxis am Bahnhof angewiesen, wir machten dem Fahrer klar wo wir hin wollten und er zeigte sich verständg. Die Engländerin bat ihn keine Umwege und falsche Hotels anzufahren. „Madam you can trust me I am an honest man, you just pay me when you arrive at the correct hotel“.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde kamen wir „irgendwo“ an, ich wunderte mich etwas das es so lange dauerte, da die Yogi Lounge nur 4 KM weg sein sollte, doch hier war es also.

An der Rezeption sprach ich meine Reservierung an „No problem, sir, we have rooms for you“….

Erst als wir die Umgebug erkundeten kam uns der erste Verdacht, irgendwie passte nichts zu den Beschreibungen im Reiseführer, wir waren schon in einer Yog Lounge, aber in der „Old Yogi Lounge“.

Der Reiseführer hatte uns vor dem Trick gewarnt, die echte Yogi Lounge zahlt keine Provision an die Taxifahrer, diese bedienen sich also einer der vielen Kopien , die von dem guten Ruf des Hotels profitieren wollen um trotzdem an die Provision zu kommen.

Wir fühlen uns zwar etwas verarscht und das nicht das erste Mal,

aber das Hotel ist gut die Preise auch 200 Rupien die Nacht (3 Euro) und der Hotelbesitzer ist sehr nett und hat viele Infos.

Nachdem wir etwas Schlaf nachgeholt hatten fuhren wir mit einem hoteleigenen Bus die diversen Tempel der Stadt ab. Besonders in Erinnerung wird mir der „Monkey Tempel“ bleiben, architektonisch nichts besonderes, doch die etwa ca. 50 Affen auf dem Geländer sorgen für die nötig Unterhaltung.

Grishna und Shivatempel folgten (Ligamen).

Im Shivatempel konnten wir eine Art Prozession verfolgen, in deren Mittelpunkt, das Übergiessen eines riesigen Steinpenisses mit Milch zu verfolgen war. Ehrlich gesagt kamen wir uns etwas deplaziert vor, da die Hindus sich auf den Boden schmissen beteten sangen und wir etwas deppert in der Ecke standen.

Abends sahen wir zum ersten Mal den Ganghes, der durch seine schiere Größe schon recht beeindruckend ausschaut. Wir verfolgten eine abendliche Waschung mit einer Feuer Zeremonie, man sitzt auf Treppen, die direkt in den Ganghes führen. Kleine Mädchen und Jungen verkaufen aus Blättern geformte Schalen in denen Blumenblätter und eine kleine Kerze liegen, diese kann man dann angezündet auf dem Ganghes schwimmen lassen. Das hilft dem guten Kharma :)

Agra - Taj Mahal und der Zug

Unser Tag in Agra war recht angenehm, wir haben mit einem Rikshafahrer ausgemacht, dass er uns den ganzen Tag zur Verfügung steht zu einem Festpreis, das hat die Sache sehr vereinfacht, denn sonst muss man mit jedem Fahrer einzeln um den Preis feilschen und immer sicherstellen das man auch einen erwischt, der einem wirklich zum gewünschten Ziel bringt.

Wir sind schon um 6 Uhr morgens zum Taj Mahal gelaufen, es war nur 10 Minuten von unserem Hotel weg, wir wollten es im Sonnenaufgang sehen,doch leider war es bewölkt.

Nach dem wirklich deftigen Eintritt 750 Rupien ca. 14 Euro, die Inder zahlen 20 Rupien, näherten wir uns vom Westeingang des Taj Mahal. Auf dem Weg begegneten wir Schimpansen, Kamelen, vielen Eichhörnchen und Pfauen.

Der erste Ausblick auf das Taj Mahal war wirklich überwältigend.

Innen war das Mausoleum nicht sehr beeindruckend und wirkte eher klein.

Ich würde sagen es war den Eintrittspreis echt wert, das Gebäude wirkt wirklich sehr erhaben und ist zu Recht eines der Weltwunder.

Leider haben wir von Agra aus keinen Direktzug nach Varansi bekommen,

also mussten wir einen einstündigen Bustrip zu einem Provinzbahnhof machen um von dort nach Varanasi zu kommen. Von Agra nahmen wir einen Linienbus, der wie alles in Indien total überfüllt war, wir standen nun zu viert in der Mitte des Busses,Julia zwei Japaner und ich… Und der Rest starrte uns die ganze Fahrt durch an. Wenn ich sage wir waren danach gut durchgeschüttelt, wäre das leicht unter trieben.

Angekommen in Tundla standen wir wirklich mitten in der Pampa, doch 3 Rikshaw Fahrer haben uns von weitem gesehen und lieferten sich ein Rennen wer zuerst bei uns ankommt. Die Fahrer wurden handgreiflich untereinander und mein Einwurf „Whoever is the cheapest“ beruhigte die Stimmung nicht wirklich.

Zuerst unterbaten Sie sich gegenseitig, doch irgendwann schienen sie sich zu einigen, wahrscheinlich bekamen alle was ab von unseren 50 Rupien (75 Cent).

Der Bahnhof war in einem katastrophalen Zustand, der in Delhi bzw. Agra waren ja schon nicht schön anzusehen und wir waren weit und breit die einzigen Touristen. Die Anzeigentafel war auch komplett auf Hindi, sonst ist immer alles zweisprachig. Wir erfuhren recht schnell das unser Zug ca. 1 Stunde Verspätung hat und zum Glück blieben wir nicht die einzigen Touristen, die nach Varanasi über diesen Umweg wollten.

Aus der einen Stunde wurden drei und um nur ein paar Höhepunkte aufzugreifen,

der komplette Stromausfall, ein Hund der vor uns verblutete, viele Inder die sich mit uns fotografieren wollten. Getreu dem Motto : „White is beautiful“ u.v.m. und irgendwann kam endlich der Zug :)

Delhi Ankunft und die ersten zwei Tage

Heute also mein erste Eintrag in meinem Indien Blog.
Wenn es nur annaehernd so spannend bleibt habe ich sehr viel zu erzaehlen.

Los ging mein Flug von Helsinki mit 2 Stunden Verspaetung, nach ca. 6 Stunden Flug war ich endlich da.
Es war inzwischen schon 2 Uhr nachts in Delhi und trotzem noch schwuele 27 Grad warm.
Der Flughafen war recht modern und alles wirkte “normal”.
Dochg sobald man den abgesperrten Flughafenbereich verlassen hat,
sprangen mich mindestens 5 Inder an, die mir Hotels, Taxis und alles moegliche andrehen wollten.
Ich blieb hart :)

Bei den Prepaid Taxis traf ich Julia, meine Reisebegleitung fuer die ersten 5 Wochen.
Wir fuhren in einem alten Ambassador auf der “Autobahn”, dem Verkehr in Indien wudme ich einen eigenen Artikel, nur kurz gesagt es ist verrueckt und unglaublich, dass nicht durchgaengig Unfaelle passieren.

Das Hotel “Vivek Hotel” ist recht schoen, auch wenn es etwas modrig war, aber das gehoert in Indien in dieser Preisklasse (4 Euro die Nacht) einfach dazu. Das Hotel hatte ein kleines Sofa, einen Fernseher und ein westliches Klo was hier nicht zum Standard gehoert, oft hat man nur ein einfaches Loch im Badezimmer.

Zu den Erlebnissen in der Stadt, gleich vorneweg, ja es gibt sehr viele Kuehe auf den Strassen, gefuehlte hundert Unfaelle mit den Rikschas aber halt auch eine sehr moderne Ubahn, die besser ist als die in Berlin.

Als Westsler wird man durchgehend interessiert angeschaut, meist aus zwei Gruenden,
viele interessieren sich wirklich fuer einen bzw. das Leben in Europa, sie finden Menschen mit weisser Haut was besonderes und tolles. Der zweite Grund ist weniger erfreulich, aber verstaendlich.

Wir werden von den Geschaeftsleuten, Schleppern und Neppern, als grossartige “Cash Cow” gesehen die nur darauf wartet gemolken zu werden. Die Frage : Wohin wollt ihr weiterreisen? Heisst uebersetzt, ich will dir ueberteuerte Touren und gefaelschte Tickets verkaufen…  Aber auch zu diesem Thema werde ich einen eigenen Post machen, da es den Indien Aufenthalt stark beeinflusst.

Die naechsten Tage geht es nach Agra (Taj Mahal) und nach Varanasi (viele heilige Tempel)

Und jetzt bin ich kaputt und fertig und hoffe kann diese Nacht trotz der lauten Klimaanlage schlafen.

Ich freue mich immer ueber Kommentare und wenn Euch ein Thema besonders interessiert,
schreibe ich darueber auch gerne ausfuehrlicher.